Die Behauptung von Wirtschaft und Politik, dass es zum bestehenden System keine Alternative gibt, wird von David Graeber in diesem Buch systematisch demontiert. Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar.

Der Kapitalismus in seiner bisherigen Form ist an einem für uns alle spürbaren Ende angekommen. Nicht nur die Länder der Dritten Welt, sondern auch unsere unmittelbaren Nachbarn tragen Schuldenlasten, die nie wieder zu begleichen sind; ganze Kontinente sind quasi bankrott. Aber auch nahezu jeder Einzelne ist verschuldet. Schulden, sagt David Graeber, sind nur Versprechungen, und die Welt ist momentan voll von Versprechungen, die nicht gehalten wurden. Jeder Umsturz beginnt mit Schulden und für Graeber als bekennenden Anarchisten auch mit der Frage: Welche Versprechungen wollen sich freie Menschen künftig geben und wie schaffen wir eine neue, bessere Welt?

Wem das naiv erscheint, der möge sich nur anschauen, wo es in den letzten Monaten gegärt hat: Von den Protesten gegen Stuttgart 21 bis zur »Occupy Wall Street«-Bewegung organisieren sich ganz normale Menschen und begehren auf gegen die Selbstherrlichkeit von Wirtschaft und Politik und damit auch gegen die Herrschaft des Kapitals.

In den Vororten und Reihenhaussiedlungen wird die Revolution zuletzt ankommen, so Graeber. Aber dass sie ihren Weg auch dorthin finden wird, daran besteht für ihn kein Zweifel. (Pantheon)

David Graeber: Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

Es gibt Alternativen zum herrschenden System


Continue reading »

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
 


Immer mehr Geld für die Kultur! Dabei haben wir schon von allem zu viel und überall das Gleiche. Vier führende Kulturexperten entlarven den Mythos vom Kulturstaat und ziehen gegen die Auswüchse der Subventionskultur zu Felde. Denn das oberste Ziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht etwa Kunst oder Innovation, sondern der schiere Selbsterhalt.

Das kulturpolitisch so erfolgreiche Programm einer »Kultur für alle« war Höhepunkt der bürgerlichen Bildungsutopie, die tief in der deutschen Klassik wurzelte: Es ging um nichts weniger als die »ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts«; darunter machen es die Deutschen nicht. Doch längst können Kunst und Kultur weder das individuelle noch das kollektive Glücksversprechen erfüllen. Sie ermöglichen weder die Vervollkommnung des Einzelnen noch erlösen sie von den Zumutungen der Globalisierung und Moderne. Sie stiften weder den Zusammenhalt der Nation noch helfen sie bei der Integration des Fremden. Sie befördern nicht die Wirtlichkeit unserer Städte und schon gar nicht das ökonomische Wachstum durch eine blühenden »Kreativwirtschaft«. Vielmehr spaltet öffentlich geförderte Kultur die Gesellschaft.

Der Fetisch Kulturstaat, in dem alle diese Wunschvorstellungen kulminieren, stößt an seine Grenzen. Wer einen Diskurs über die Ziele öffentlicher Kulturausgaben möchte, trifft auf eine harte Kulturlobby: Gegen Kultur darf niemand sein und alles, was ist, muss bleiben. Denn das oberste Ziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht etwa Kunst oder Innovation, sondern der schiere Selbsterhalt.

Haselbach, Klein, Knüsel und Opitz fordern Verzicht: Derzeit fördern wir Lobby und Institutionen – nicht die Kunst. (Knaus)

Dieter Haselbach / Armin Klein / Pius Knüsel / Stephan Opitz:

Der Kulturinfarkt – Von Allem zu viel und überall das Gleiche

Eine Polemik über Kulturpolitik, Kulturstaat, Kultursubvention


VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
 


Der österreichische Dokumentarfilmer Stefan Wolf ist mit seinem Team von L.O.V.E. Productions ein Jahr lang quer durch Europa gereist, um eine Vielzahl an langjährig bestehenden Gemeinschaften zu filmen und Interviews zu führen.

In der zweistündigen Porträt-Dokumentation werden 10 Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in acht Ländern Europas vorgestellt:

  • Sieben Linden – Deutschland
  • Schloss Tonndorf – Deutschland
  • Krishna Valley – Ungarn
  • Damanhur – Italien
  • Schloss Glarisegg – Schweiz
  • La Borie Noble – Frankreich
  • Valle de Sensaciones – Spanien
  • Matavenero – Spanien
  • Tamera – Portugal
  • Finca Tierra – Kanarische Inseln

Continue reading »

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
 

Burnout wird ein immer wichtigeres Phänomen in Wirtschaft und Gesellschaft, die Kosten belaufen sich auf Milliardenbeträge. Bisher gilt Burnout als Problem des Einzelnen, doch der steht in Wahrheit am Ende einer Kette von Fehlentwicklungen: das inhumane Prinzip Multitasking, die Entgrenzung des Arbeitslebens, die Illusion des Zeitmanagements, schlecht ausgebildete Chefs und fragwürdige Werte.

Burnout geht alle an: Führungskräfte und Unternehmenslenker, die Auswege suchen aus der „Weiter-so-Mentalität“ und nicht zuletzt den “normalen” Arbeitnehmer.

Das Buch analysiert die unternehmerischen und gesellschaftlichen Missstände und zeigt, wie wir eine menschlichere und damit letztlich produktivere Arbeitswelt schaffen können. (Gabal)

Markus Väth: Feierabend hab ich, wenn ich tot bin

Warum wir im Burnout versinken


Continue reading »

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
 

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich Lebenszufriedenheit messen lässt, dass es objektive und veränderbare Gründe für mehr oder weniger glückliche Menschenleben gibt. Das ist eine sensationelle Nachricht, die Folgen haben muss – in den Ministerien und im Parlament in Berlin, in der EU-Kommission in Brüssel und in den Rathäusern der Republik. Petra Pinzler appelliert an die Politik, nicht nur danach zu fragen, welche Zutaten das gute Leben benötigt, sondern auch für diese zu sorgen.

Erfolg und Zustand von Gesellschaften wurden bislang über das jährliche wirtschaftliche Wachstum, das Bruttoinlandsprodukt gemessen. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass mehr Wohlstand die Menschen eines Landes nicht zwingend zufriedener macht. Mindestens so wichtig wie wirtschaftlicher Wohlstand sind andere Indikatoren: Bildung, Gerechtigkeit, Gesundheit, Zeit für sich und die Familie, eine intakte Umwelt.

Petra Pinzler zeigt, dass es für die Politiker höchste Zeit ist, die Frage ernst zu nehmen: Wie können wir dafür sorgen, dass Menschen in unserem Land zufriedener, glücklicher leben? Das Kabinett sollte sich schleunigst auf die Suche nach den Rahmenbedingungen für Glück machen. (Pantheon)

Petra Pinzler: Immer mehr ist nicht genug!

Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück


Continue reading »

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
© 2010-2011 Es ist Deine Welt!   Impressum · Datenschutzerklärung
Christmas Wonderworld · Dinky Bears · Imagine! Creations · Imagine! Zazzle Store
Suffusion theme by Sayontan Sinha