Kindererziehung gilt als mühselig, kompliziert und teuer. Straffe Stundenpläne, Leistungstests, teure Freizeitaktivitäten und jede Menge Kommerz bringen schon früh eine ungesunde Dosis Stress und Arbeitsethos in das Leben unserer Kinder. Zugleich haben die angestrengten Eltern paradoxerweise das Gefühl, dass sie noch mehr leisten müssten, um die Last der Elternschaft schultern und ihren Kindern etwas bieten zu können.

Aber wo sind Kreativität, Spiel und Selbstvertrauen geblieben? In seinem Erziehungsratgeber der anderen Art zeigt Tom Hodgkinson neue Wege zu einer lustvollen Erziehung auf. Unabhängige Kinder und glückliche Eltern, darauf kommt es ihm an. Er fordert uns auf, den Kindern Verantwortung zu übertragen und den Dingen Ihren Lauf zu lassen, anstatt Freizeitspaß teuer einzukaufen.

Hodgkinson ignoriert alle modernen Erziehungsratgeber, er lernt stattdessen aus eigenen Fehlern und befragt die großen Denker aus geistvolleren Zeiten, unter ihnen Rousseau, Locke und Lawrence. Und so ist Leitfaden für faule Eltern keine Bedienungsanleitung, sondern eine inspirierende Sammlung von Reflexionen über die Frage, wie wir gemeinsam mit unseren Kindern das Leben genießen können. (Rogner & Bernhard)

Tom Hodgkinson: Leitfaden für faule Eltern


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Innere Stärke besitzen, fröhlich und angstfrei sein, selbstbewusst im Leben stehen das lernen Kinder durch Vorbilder. Sie schauen es sich einfach ab, imitieren Verhaltensweisen, spielen sie nach so formt sich nach und nach ihr Charakter. Vorbilder können die Eltern und Bezugspersonen sein, aber auch Personen, die es in Büchern gibt. Eine solche ist der Große Ark, ein weiser alter Bär, der das Leben kennt und weiß, dass es vor allem auf innere Werte ankommt. Auf einander helfen zum Beispiel, auf Geduld haben, bei einer Sache bleiben, Vertrauen in sich selbst besitzen, sich nicht verrückt machen lassen durch komische Ideen. Damit das auch andere lernen können, erzählt er Geschichten, die davon handeln. Denn Kinder und Jungbären lieben Geschichten, besonders wenn sie zu Herzen gehen. Warum die Bären einen so unerschütterlichen, starken Geist haben, liegt daran, dass sie ihn trainieren. Denn einen bärenstarken Geist bekommt man nicht durchs Nichtstun.

Jeder Bär und jede Bärin, die die Welt und das Leben ein bisschen wenigstens kennen gelernt haben, wissen: nur wer in schwierigen Situationen einen klaren Kopf behält und das Herz am rechten Fleck hat, kann dieses Bärenleben bestehen. Wer zum Beispiel anfängt zu heulen, nur weil er nicht an den Honigtopf herankommt, hat schon verloren. Wer vor Angst in die Hosen macht, weil es im Gebüsch raschelt, kommt auch nicht weit. Und wer immer nur an sich selbst denkt, wird nie einen Freund finden.

Der alte, weise Große Ark hat einen bärenstarken Geist. Deshalb hat er Schüler um sich versammelt, denen er sein Wissen und seine Erfahrungen weitergibt; dabei erzählt er ihnen viele spannende und aufschlussreiche Geschichten, die er selbst auf den großen jährlichen Tierversammlungen von den Abgesandten der anderen Tierfamilien gehört hat. Nur ist er inzwischen so alt geworden, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Er braucht also dringend einen Nachfolger, der seine Aufgaben übernimmt. Doch wer könnte dies sein? Dem Großen Ark bleibt nichts anderes übrig, als seine Schüler auf die Probe zu stellen. (Amazon.de)

Andrea Liebers: Ein bärenstarker Geist – Ethik für Kinder buddhistisch inspiriert


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Die Kuh, die weinte

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Ein Fahrradunfall, der Biss eines aggressiven Hundes, eine notwendige Operation oder die unmittelbare Erfahrung von Gewalt können bei Kindern traumatisierende Folgen haben. Gut, wenn Eltern, Erzieher, Lehrer, Ärzte und Therapeuten wissen, was dann zu tun ist.

Peter A. Levine zeigt, dass Kinder die Fähigkeit haben, belastende Erlebnisse zu verarbeiten, wenn sie von Erwachsenen liebevoll unterstützt werden. Schritt für Schritt beschreibt er:

  • Was ist ein Trauma?
  • Wodurch kann es in einem Kind ausgelöst werden?
  • Welche erkennbaren Symptome gibt es?
  • Wie beeinflusst ein ungelöstes Trauma die Entwicklung des kindlichen Gehirns?

Traumatisierte Kinder heilen – das bedeutet, Wunden zu verbinden, die von außen niemand sieht.

 

Peter A. Levine / Maggie Kline: Verwundete Kinderseelen heilen

Wie Kinder und Jugendliche traumatische Erlebnisse überwinden können

- Leseprobe -

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Kinder zu erziehen ist heute keine leichte Aufgabe. Besonders Situationen, in denen wir Kindern etwas abschlagen müssen, sind eine Herausforderung. Mit gutem Gewissen Nein sagen – geht das? Der Familientherapeut Jesper Juul, einer der großen Impulsgeber für eine Pädagogik der Zukunft, möchte Sie unterstützen: denn ein klares Nein ist oft die liebevollste Antwort, die wir geben können.

Viele Eltern haben Schwierigkeiten mit dem Neinsagen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie versuchen, Fehler früherer Generationen zu beseitigen, und dabei immer wieder über das Ziel hinausschießen: Früher sagten Eltern fast immer Nein – quasi sicherheitshalber. Heute neigen Eltern dazu, fast immer Ja zu sagen – auch sicherheitshalber.

In seinem lebendigen und mit vielen Beispielen gespickten Elternbuch – gut lesbar und auf den Punkt gebracht – plädiert Bestsellerautor Jesper Juul für die Kunst, Nein zu sagen. Dabei räumt er mit der falschen, aber unausrottbaren Vorstellung auf, es ginge vor allem darum, Kindern „Grenzen zu setzen“. Vielmehr ist es Aufgabe der Eltern, ihre eigenen Grenzen zu wahren.

Nein zu sagen, wenn wir Nein meinen, heißt vor allem, Ja zu sich selbst zu sagen und die eigene Persönlichkeit und seine Überzeugungen und Werte zu schützen. Gleichzeitig zeigt Jesper Juul, dass ein Nein durchaus als zugewandte und sogar liebevolle Antwort verstanden werden kann, wenn die Authentizität erhalten bleibt. Ein echtes Ja und ein echtes Nein sind letztlich zwei Seiten derselben Medaille: Beide haben dieselbe natürliche Existenzberechtigung, und beide sollten stets mit derselben inneren Überzeugung und Wahrhaftigkeit ausgesprochen werden. Sind wir dazu nicht in der Lage, hat das weitreichende Konsequenzen: Wir untergraben unsere eigene Integrität, verlieren unser Selbstbewusstsein, schwächen das Vertrauen und die Nähe zu unserem Partner oder unseren Kindern und versäumen etwas ganz Wichtiges: unseren Kindern ein Vorbild darin zu sein, wie man für sich selbst und das, was man für richtig hält, eintritt. (Kösel)

Jesper Juul: Nein aus Liebe – Klare Eltern – starke Kinder

 


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FAZ: Jesper Juul: Viele Eltern benehmen sich wie Flugbegleiter

Zeit: Jesper Juul: Ich kämpfe täglich mit deutschen Müttern

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“A pioneer in research on play, Stuart Brown says humor, games, roughhousing, flirtation and fantasy are more than just fun. Plenty of play in childhood makes for happy, smart adults — and keeping it up can make us smarter at any age.” (TEDTalks)


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