Apr 122012
 

Unser Leben ist beschleunigt bis zum Anschlag. Die Technik, die seit der Erfindung der Dampfmaschine verhießen hat, uns ein immer bequemeres und genussreicheres Leben zu verschaffen, ist dabei, uns zu versklaven. Mit dem Takt, den globale Informationsübermittlung in Echtzeit über Handy, Blackberry und iPhone vorgibt, haben Menschen kaum noch die Chance mitzukommen.

Wer treibt dieses Hamsterrad an, in dem wir alle leben? Und wo ist all die Zeit geblieben, die wir in den letzten Jahrzehnten durch immer ausgeklügeltere Technologien, Synergieeffekte und Effizienzmodelle gespart haben? Woher kommt dieser ständige Drang nach Beschleunigung überhaupt?

Florian Opitz befragt und beobachtet Menschen, die sich, jeder auf seine Weise, mit dem rasenden Takt unseres Lebens arrangieren: eine Unternehmensberaterin, einen Informationsbroker, eine Krankenschwester, eine Pilotin, einen Burnout-Arzt, eine Bergbauernfamilie und viele mehr. So zeichnet er ein eindringliches Bild von den Hoffnungen und der Hilflosigkeit unserer Gesellschaft, etwas Sinnvolles aus der kostbaren Lebenszeit zu machen. (Riemann)

Florian Opitz: Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit


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Jan 092012
 

Die „Chronik der philosophischen Werke“ ermöglicht einen vergleichenden Zugriff auf die Abfolge zunächst unverbundener, aber dann doch in möglicher Wechselwirkung stehender Veröffentlichungen philosophischer Texte aus alter und neuer Zeit, der in dieser Prägnanz auch mit den heutigen Recherchemöglichkeiten im Internet nicht einlösbar ist; das Werk bildet damit eine ideale Ergänzung zum Programm der ‚Philosophischen Bibliothek‘, die seit 1868 die herausragenden Texte der philosophischen Tradition in akkuraten Studienausgaben allgemein verfügbar hält – und seit jetzt 100 Jahren im Felix Meiner Verlag.

Die „Chronik der philosophischen Werke“ ist ein Lexikon von ganz besonderer Art: Sie gibt annotierte Übersicht über die zeitliche Nähe (oder auch Ferne) der Publikation der ersten Ausgaben der bedeutenden philosophischen Schriften und Werke seit Gutenberg ohne eine vorlaufende Einordnung und Sortierung der einzelnen Titel nach Schulen, Richtungen oder sonstigen, z.B. geographischen Kriterien. Die „Chronik“ ermöglicht dem Leser und Nutzer – anders als die bekannten und eingeführten kleinen und großen Lexika, die in alphabetischer Folge die Werke entweder nach den Namen der Autoren oder nach der Buchstabenfolge in der Titelei auflisten -, beim Nachschlagen eines bestimmten Werktitels nicht nur das Datum der Erstveröffentlichung und eine kurze Angabe über den besonderen Inhalt dieses Werks zu ermitteln, sondern sie eröffnet ihm zugleich den Blick auf das Umfeld aller bedeutenden philosophischen Publikationen verschiedener Herkunft und Zielsetzung, die zeitnah oder zeitgleich oder kurz darauf hier oder dort erschienen waren und so allgemein zugänglich wurden.

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Okt 232011
 

Wir haben erst die Hälfte der Evolution hinter uns. „Der Einstein der Bewusstseinsforschung“ zeigt den Weg der Menschheit vom animalischen zum transpersonalen Bewusstsein der Zukunft.

Gelingt es dem Menschen die Krisen der Gegenwart zu bestehen, steht ihm eine vielversprechende Entwicklung bevor, die ihn so weit über den gegenwärtigen Stand hinausführen wird, wie er heute mental über dem Affen steht. (Fischer)

Ken Wilber: Halbzeit der Evolution

– Neuauflage mit neuem Vorwort von Ken Wilber –

 


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Okt 032011
 


Kants »Kritik der reinen Vernunft« ist ein Meisterwerk der Philosophie, seit Erscheinen 1781 auf den Lektürelisten von Generationen von Gebildeten. Und leider auf Anhieb kaum zu verstehen. Deshalb empfiehlt es sich, zuerst eine Einführung zu lesen. Oder sich selbst eine zu basteln. Der Bausatz »Kant für die Hand« des Philosophen Hanno Depner ermöglicht einen überraschenden und einzigartigen Zugang zu einem Hauptwerk der Geistesgeschichte.

800 Seiten, altmodische Sprache, kaum erläuternde Beispiele. Die »Kritik der reinen Vernunft« steht vor jedem Liebhaber der Philosophie wie ein unbesteigbarer Berg. Und doch: Sie ist ein zentrales Werk der Geistesgeschichte, das keiner ignorieren kann, der menschliches Denken und Erkennen verstehen will: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?

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Jul 182011
 

»Bewusstsein ist nicht etwas, das uns passiert. Es ist etwas, das wir erschaffen.« Der Philosoph und außergewöhnliche Denker Alva Noë mischt sich mit diesem besonderen Buch in die Gehirn-Geist-Debatte ein und zeigt: Der Mensch ist nicht bloß sein Gehirn. Er ist weit mehr, er hat Seele, er hat Geist – darum ist er Mensch.

Die Hirnforschung verkündet sensationelle Forschungsergebnisse – und kann dennoch nicht erklären, wie Bewusstsein oder Wahrnehmung entsteht. Mehr Hirnforschung bringt nur mehr Klarheit darüber, dass die Antworten nicht einfach und nicht einfach zu haben sind. Wir brauchen also weiterhin und mehr denn je die Philosophie, um zu verstehen, was das »Ich« eigentlich ausmacht. Alva Noë zeigt, wo die Ergebnisse der Hirnforschung zu kurz greifen, und erteilt den Forschern eine klare Absage, die meinen, man könne menschliches Bewusstsein demnächst in der Petrischale erzeugen. Denn der Mensch ist weit mehr als sein Gehirn. Wir sind keine Computer: Die Seele wird uns nicht aufgezwungen. Wir erschaffen sie selbst. (Piper)

Alva Noë: Du bist nicht dein Gehirn

Eine radikale Philosophie des Bewusstseins


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