Aug 212013
 

Jürgen Borchert: Sozialstaats-DämmerungOb Familienlastenausgleich, Kindergeld, beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung oder „Fördern und Fordern“ bei Hartz IV – was der Staat als wohlwollende Gaben verpackt, ist nichts als Wortgeklingel, sagt Jürgen Borchert.

Der renommierte Sozialexperte zeigt anhand harter Fakten, wie Familien vom Staat übers Ohr gehauen werden, warum Hartz IV infam, das Steuersystem zutiefst ungerecht und das bedingungslose Grundeinkommen unsozial ist.

Und ausgerechnet die sogenannten Solidarsysteme bewirken eine Umverteilung von unten nach oben und produzieren Ungerechtigkeit und Not – anstatt davor zu schützen. (Riemann Verlag)

Jürgen Borchert

Sozialstaats-Dämmerung

 


Jürgen Borchert, geboren 1949, ist einer der profiliertesten Sozialexperten des Landes und Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgericht. Seit über 30 Jahren ist er als (parteiloser) Berater in Fragen der Sozial- und Familienpolitik für parlamentarische Ausschüsse, in Kommissionen, für Verbände, die Hessische Landesregierung sowie vor dem Bundesverfassungsgericht wissenschaftlich tätig und war der Architekt der Verfassungsbeschwerden, die 1992 zum „Trümmerfrauenurteil“ und 2001 zum „Pflegeurteil“ des Bundesverfassungsgerichts führten. 2008 lieferte er mit seinem Senat die Vorlage zur verfassungsrechtlichen Überprüfung der Hartz-IV-Regelsätze. (Riemann Verlag)


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Dez 092012
 

Volkseigentum – eine Kategorie, die dem bundesdeutschen Rechtssystem fremd ist. Deshalb rief man zur Wendezeit eilig die Treuhandanstalt ins Leben, um die VEBs der DDR auf marktwirtschaftlichen Kurs zu bringen – mit fatalen Folgen.

Otto Köhler hat gründlich recherchiert und deckt nicht nur massive Schlampereien auf, sondern die gezielte Ausschaltung von Ost-Betrieben durch West-Unternehmen in Allianz mit der Treuhand. Von wegen »Aufbau Ost« – eine erschütternde Bilanz. (Das Neue Berlin)

Otto Köhler: Die große Enteignung

Wie die Treuhand eine Volkswirtschaft liquidierte

 

 


Otto Köhler, geboren 1935, ­Journalist und Publizist, arbeitete u.a. für »konkret«, die »ZEIT« und den Deutschlandfunk. 1966 bis 1972 war er Medienkolumnist beim »Spiegel«. Er ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums und erhielt 2007 den ­Kurt-Tucholsky-Preis. ­Buch­veröffent­lichungen u. a. »Wir Schreib­maschi­nen­­täter« (1989) und »Rudolf Augstein« (2002). (Das Neue Berlin)

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Jan 122012
 


Der österreichische Dokumentarfilmer Stefan Wolf ist mit seinem Team von L.O.V.E. Productions ein Jahr lang quer durch Europa gereist, um eine Vielzahl an langjährig bestehenden Gemeinschaften zu filmen und Interviews zu führen.

In der zweistündigen Porträt-Dokumentation werden 10 Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in acht Ländern Europas vorgestellt:

  • Sieben Linden – Deutschland
  • Schloss Tonndorf – Deutschland
  • Krishna Valley – Ungarn
  • Damanhur – Italien
  • Schloss Glarisegg – Schweiz
  • La Borie Noble – Frankreich
  • Valle de Sensaciones – Spanien
  • Matavenero – Spanien
  • Tamera – Portugal
  • Finca Tierra – Kanarische Inseln

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Aug 222011
 

In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Million Euro. Über die Lebenswelt dieser Millionäre ist, jenseits der Klischees, die in Gala oder Bunte kolportiert werden, kaum etwas bekannt. Wie lebt und denkt diese Vermögenselite wirklich? Wie erzieht sie ihre Kinder, wofür gibt sie ihr Geld aus, wie sichert sie ihre gesellschaftliche Stellung und übt ihre politische Macht aus?

Unzählige Studien beschäftigen sich mit der sogenannten Unterschicht. Doch es gibt kaum Veröffentlichungen über die Oberschicht. Christian Rickens bewegt sich von Berufs wegen in der Welt der Unternehmer, Firmenerben oder Topmanager; bei unzähligen Gelegenheiten hat er der deutschen Oberschicht aufs Maul geschaut. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch Fabrikantenvillen und Vorstandsetagen, zu Segelregatten auf die Ostsee oder zu Poloturnieren am Tegernsee.

Wird die deutsche Oberschicht ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht? Rickens gelangt zu einem differenzierten Urteil: Ja, die reichen Deutschen arbeiten mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt, sie engagieren sich häufiger ehrenamtlich. Doch zugleich reflektieren sie erschreckend wenig über ihre Privilegien. Viele Angehörige der Elite begegnen den demokratischen Spielregeln mit großem Misstrauen und beanspruchen ganz selbstverständlich eine bessere Erziehung für ihre Kinder oder den direkten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern. (Kiepenheuer & Witsch)

Christian Rickens: Ganz oben

Wie Deutschlands Millionäre wirklich leben


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Jun 232011
 

Von der pränatalen Frühförderung bis hin zu G8 – Kinder werden rücksichtslos auf ihre spätere Rolle als funktionierende Mitglieder einer hochkomplexen Arbeitswelt getrimmt. Schonungslos analysiert Felicitas Römer, welch ungeheurer Druck auf Kinder und Eltern ausgeübt wird und wie die allseitigen Interessen am Kind den Alltag von Familien heute prägen. Dieses Buch macht Eltern Mut, sich und ihre Kinder nicht länger vereinnahmen zu lassen.

Obwohl das öffentliche Interesse am Kind immens gestiegen ist, steckt dahinter oft keine neu entdeckte Familienfreundlichkeit, sondern geballtes wirtschaftliches Kalkül. Denn dem Standort Deutschland drohen die qualifizierten Arbeitskräfte auszugehen. Felicitas Römer deckt auf, welche Konsequenzen die Lobbyarbeit der Unternehmen und Wirtschaftsverbände hat und wie die Bildungspolitik alles daran setzt, unsere Kinder immer schneller und unter enormen Leistungsdruck durch Kindergarten und Schule zu schleusen. Und wenn die Superkinder schließlich am Förderwahn zu zerbrechen drohen, profitieren Therapeuten und Pharmaindustrie. (Beltz)

Felicitas Römer:

Arme Superkinder – Wie unsere Kinder der Wirtschaft geopfert werden

Leseprobe


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