Feb 252010
 

Eine Reise in die Mitte des Herzens

Wien, ausgehendes 19. Jahrhundert: Die selbstbewusste junge Russin Lou Samlomé drängt den angesehenen Arzt Josef Breuer, dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerstörerischen Obsession für sie zu kurieren. Breuer willigt ein und unterzieht Nietzsche einer neuartigen Heilungsmethode, deren Ausgang für beide unerwartet ist. (Amazon.de)

Irvin D. Yalom beweist einmal mehr, dass Psychotherapie in den Händen eines fähigen Autors den Stoff für die großartigste und einfallsreichste Belletristik liefern kann.” (New York Times)

1882: Die selbstbewusste junge Russin Lou Salomé spürt Josef Breuer, den angesehenen Wiener Arzt und Mentor Sigmund Freuds, in Venedig auf. Sie drängt ihn, dem suizidgefährdeten Freund Friedrich Nietzsche zu helfen, der unter entsetzlichen Kopfschmerzen leidet und von einer Obsession für Lou befallen zu sein scheint. Breuer will ihn seiner neuartigen “Redekur” unterziehen, die er gerade mit der Patientin Anna O. entwickelt hat.

Um Nietzsche zum Reden zu bringen, beginnt Breuer, von seiner eigenen Obesession für eine junge Patientin zu erzählen. Zwischen dem ruhigen, einfühlsamen Breuer und dem verschlossenen, verletzlichen Nietzsche entstehen heftige Rededuelle. Und Breuer muss schließlich erkennen, dass er Nietzsche nur heilen kann, wenn er seinerseits von ihm Hilfe annimmt.

Mit Witz und großem Einfallsreichtum verwebt Irvin D. Yalom Fiktion und Wirklichkeit zu einem dichten Roman. Wie nah seine Fiktion der Realität kam, ist im Anhang dokumentiert. 2003 wurden Briefe entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Freunde Nietzsches tatsächlich versucht hatten, ihn zu Josef Breuer nach Wien in eine Behandlung zu schicken. (Klappentext)

Irvin D. Yalom: Und Nietzsche weinte

 


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Denker: Friedrich Nietzsche

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